Moderne Abgastechnik – Schornsteine

Quelle: Schiedel

Der Schornstein ist die Basis und der Garant für zukunftssicheres, flexibles und individuelles heizen, wenn es bei der Wärmeerzeugung auch um einen hohen Wohlfühlfaktor geht.

Zwar ist der Schornstein rein technisch gesehen das Endstück der Heizungsanlage, wenn beispielsweise mit Öl oder Gas geheizt wird. Doch mit der verstärkten Nachfrage nach Heizungsanlagen mit Festbrennstoffen (Pellets, Scheitholz, Holzbriketts) rücken Schornsteine wieder verstärkt in den Fokus von Bauherren und Planern.

Kein Wunder, neben der CO2-neutralen Einbindung erneuerbarer Energien hat das knisternde, offene Feuer seit Urzeiten eine entspannende und behagliche Wirkung auf den Menschen.

Unabhängige und flexible Wärme

Wärme ist kostbar, Wärme ist lebensnotwendig. Jedes Einfamilienhaus und jede Wohnung sollte immer – auch wenn die Zentralheizung ausfällt – ausreichend warm sein. Besonders kritisch ist ein Heizungsausfall am Wochenende, wenn kein Handwerker zu erreichen ist. Die Ursache eines Heizungsausfalls muss nicht allein ein Störfall des Heizkessels sein. Bereits bei Stromausfall arbeitet keine Zentralheizung mehr. Ein Kamin-, Kachel- oder Holzofen kann im Störfall das Haus wärmen. Voraussetzung ist ein mehrzügiger Schornstein, der in der Regel nur 1 bis 2 % der Bausumme kostet.

Welche Energieträger in Zukunft am Kostengünstigsten sind, kann heute niemand absehen. Aber wer diesbezüglich Unabhängigkeit schätzt, hält sich mit einem Schornstein auch langfristig alle Freiheiten für die Art der Wärmeerzeugung offen. Denn um den Energieträger wechseln zu können, benötigt das Haus einen Schornstein, der hohe Anforderungen erfüllt. Tauwasserfreie Konstruktion, korrosionsbeständige Bauart und Brandsicherheit sind die wichtigsten Kriterien.

3 Gründe für einen Schornstein

Ein Schornstein/Kamin

  • sichert als wichtige Komponente im Heizungssystem die Wärmeversorgung – langfristig und zuverlässig.
  • schafft im Hinblick auf Energie-Engpässe und Preispolitik der Energiekonzerne ein großes Stück Unabhängigkeit.
  • erzeugt ein Wohnklima, in dem sich die Bewohner wohl und behaglich fühlen

Edelstahl, Keramik oder Kunststoff

Je nach Gebäude und Architektur, Neubau oder Sanierung, werden Schornsteine unterschiedlich konzipiert, gebaut bzw. installiert. In der Regel verwendet man drei Materialien, die bei der Fertigung der Abgasanlage und der Zubehörteile zum Einsatz kommen: Edelstahl, Keramik und Kunststoff.

Während Edelstahl und Kunststoff vor allem mit einer besonders glatten Oberfläche punkten, die das Risiko sich festsetzender Rußablagerungen minimiert, hat Keramik als Baustoff für Kaminrohre den Vorteil, dass sie sich im Winter weniger stark abkühlt und damit die Zugleistung des Schornsteins nicht maßgeblich reduziert.

Keramikschornsteinsysteme kommen hauptsächlich in Neubauten zum Einsatz, während Edelstahl- und Kunststoffsysteme wegen ihrer flexibleren Anwendbarkeit vor allem bei der Gebäudesanierung verwendet werden.

Schornstein Systemdarstellung | Quelle: Schiedel